Bausparer sparen mehr und sind früher am Ziel / Auswertung des sozioökonomischen Panels (SOEP) belegt die positiven Wirkungen des Bausparens für die Vermögensbildung (FOTO)


Datum: 21.09.2017 / 09:30:41 Uhr


Quelle: ots URL: http://www.presseportal.de/pm/35604/3741063

Berlin (ots) -

   Bausparen führt zu einer höheren Sparquote, erhöht die 
Wahrscheinlichkeit Wohneigentümer zu werden und zieht den 
Erwerbszeitpunkt um mindestens zwei Jahre nach vorne. Das sind die 
wichtigsten Ergebnisse einer Studie des Forschungsinstituts empirica 
in Zusammenarbeit mit LBS Research. Die Wissenschaftler haben 
erstmals anhand der Daten des sozioökonomischen Panels (SOEP), einer 
repräsentativen Wiederholungsbefragung von ca. 12.000 
Privathaushalten, den Einfluss des Bausparens auf die Ersparnis- und 
Wohneigentumsbildung privater Haushalte untersucht.

   Die Wissenschaftler sind der Frage nachgegangen, ob die einem 
Bausparvertrag zugeschriebenen positiven Wirkungen in Bezug auf eine 
Steigerung der Sparquote, dem Erwerb von Wohneigentum (zur 
Unterstützung der Altersvorsorge) und einer früheren Eigentumsbildung
empirisch "hart" belegbar sind, d. h., ob sie auch unter Anwendung 
wissenschaftlich anerkannter ökonometrischer Verfahren nachgewiesen 
werden können.

   Zunächst konnten die Forscher das Ergebnis früherer empirischer 
Untersuchungen bestätigen, wonach Bausparer mehr sparen als 
Nicht-Bausparer. Die Auswertung der SOEP-Daten ergibt, dass Haushalte
mit Bausparvertrag monatlich rund 17 Prozent bzw. 102 Euro mehr als 
Haushalte ohne Bausparvertrag (718 statt 616 Euro) ansparen. Dieser 
positive Zusammenhang, wonach Bausparen in der Regel zusätzlich 
stattfindet und nicht andere Sparformen substituiert, bleibt auch 
dann bestehen, wenn im Rahmen von sogenannten Regressionsanalysen 
(damit werden Zusammenhänge statistisch verifiziert) wichtige 
Einflussgrößen wie Haushaltsnettoeinommen, Familienstand, oder 
Kinderzahl "herausgerechnet" werden.

   Um sich der wichtigen Frage zu nähern, welchen Beitrag das 
Bausparen für die spätere Wohneigentumsbildung leistet, haben die 
Forscher die SOEP-Daten auch daraufhin ausgewertet, ob Mieter, die zu
Wohneigentümern werden, zuvor über einen Bausparvertrag verfügten 
oder nicht. Das Ergebnis: 60 Prozent der Bauherren und Käufer waren 
Bausparer; 40 Prozent hatten keinen Bausparvertrag. Das Ergebnis, 
wonach ein Bausparvertrag die Wahrscheinlichkeit eines späteren 
Wohneigentumserwerbs erhöht, ist "robust" und kann sowohl durch 
Regressionsanalysen als auch durch fortgeschrittene Methoden (z. B. 
Propensity Score Matching) nachgewiesen werden; letztere rechnen 
heraus, dass womöglich die Sparfreudigeren auch eher einen 
Bausparvertrag haben. Tatsächlich, so die Wissenschaftler, dürfte der
Einfluss des Bausparens auf die spätere Wohneigentumsbildung sogar 
noch größer sein, denn in die Berechnung sind nur diejenigen 
Haushalte einbezogen worden, die in den drei Jahren vor dem Erwerb 
einen Bausparvertrag hatten. Effekte, die auf einer längeren Zeit 
zwischen Ansparen und Erwerb basieren, werden damit nicht erfasst.

   Schließlich beschäftigt sich die Studie mit der Frage, ob 
Bausparer früher Wohneigentum erwerben als Nicht-Bausparer. Das 
Ergebnis: Im Mittel über alle beobachteten Jahre ist der 
Haushaltsvorstand, der Wohneigentum erwirbt, zwei Jahre jünger als 
ein Erwerber ohne Bausparvertrag, nämlich 39 statt 41 Jahre. Die 
ökonometrischen Analysen deuten jedoch auch hier darauf hin, dass der
Vorsprung der Bausparer tatsächlich größer ausfällt als "nur" zwei 
Jahre, wenn man die unterschiedlichen Rahmenbedingungen 
berücksichtigt. Tatsächlich dürfte die Differenz bis zu fünf Jahre 
betragen, erklären die Forscher. Sie konnten beobachten, dass 
konsumorientierte junge Haushalte durch Bausparen quasi 
"unbeabsichtigt" Vermögen ansparen und - wenn sie in das 
entsprechende Alter bzw. familiäre Umfeld kommen - eher über das 
notwendige Eigenkapital verfügen als Nicht-Bausparer.

   Nach Angaben von LBS Research bestätigt die nach anerkannten 
wissenschaftlichen Standards erfolgte Untersuchung, dass es sich 
lohnt, frühzeitig mit dem langfristig orientierten Bausparen als 
Grundlage für einen erfolgreichen Vermögensaufbau zu beginnen. Von 
daher sei es auch richtig, mit der Wohnungsbauprämie einen 
staatlichen Anreiz zum Sparen zu geben. Insbesondere für junge 
Menschen und für Haushalte mit niedrigen Einkommen habe die 
Wohnungsbauprämie einen wichtigen "Signaling Effekt", der zu einer 
höheren Aufmerksamkeit und im Ergebnis zu einem vermehrten Sparen 
führt.

   Offensichtlich, so das Fazit der Studie, immunisiert das 
Bausparen, vielfach angeregt durch die Wohnungsbauprämie, gegen die 
Versuchungen eines hedonistischen Konsumlebens. Zwar seien die 
Möglichkeiten, angespartes Geld zu verwenden, vielfältig, Bausparen 
sei jedoch weniger liquide als viele andere Anlageformen. Dies habe 
erhebliche Auswirkungen auf langfristige, kontinuierliche 
Sparprozesse und führe zu bedeutenden Weichenstellungen, durch die 
das Verhalten geprägt oder sogar erzwungen wird. Bausparen führe 
darüber hinaus öfter und früher als bei Nicht-Bausparern ins 
Wohneigentum. Damit werde ein eher kurzfristiger "Zwangssparprozess" 
in einen langfristigen Prozess überführt, der im Ergebnis die eigene 
Ungeduld oder sogar Unvernunft bremsen kann. In diesem Sinne lege das
Bausparen vielfach den Keim für eine frühzeitigere und höhere 
Vermögensbildung.



Pressekontakt:
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Zollhunde im Test/Leistungsüberprüfung für Zollhunde in Pirna (FOTO)


Datum: 21.09.2017 / 09:00:38 Uhr


Quelle: ots URL: http://www.presseportal.de/pm/120080/3741021

Bonn Dresden Pirna (ots) -

   Vom 26. bis 28. September 2017 findet in Pirna (Sächsische 
Schweiz) die erste Leistungsüberprüfung für Zollhundeteams auf 
Bundesebene statt.Dabei gehen mehr als 20 Zollhundeteams aus der 
Region an den Start und kämpfen um den Gesamtsieg und 
Einzelauszeichnungen.

   Für  den Zoll spielen Zollhunde in zwei Bereichen eine wichtige 
Rolle: Zum einen spüren sie im Kontrollprozess Rauschgift, Zigaretten
oder Bargeld auf. Zum anderen sind viele Zollhunde als Schutzhunde 
ausgebildet und stellen flüchtige Personen oder schützen die 
Zöllnerinnen und Zöllner vor Angriffen.

   "Um unsere Aufgaben gut erfüllen und gegen grenzüberschreitende 
Kriminalität vorgehen zu können, sind unsere Zollhunde unverzichtbar.
Sie sind für uns ein hoch effektives und erfolgreiches Einsatzmittel.
Die Leistungsüberprüfung ist wichtig, um feststellen zu können, ob 
unsere Hunde auf dem optimalen Ausbildungsstand sind.", so der 
Präsident der Generalzolldirektion, Uwe Schröder.

   Bei dem Wettkampf  in Pirna und einem weiteren, der im Oktober in 
Salem am Bodensee stattfinden wird,  müssen die Teams - bestehend aus
Zollhundeführer/in und Zollhund -Prüfungsaufgaben in verschiedenen 
Disziplinen bewältigen. Im Anhang finden Sie ein Programm mit den 
wichtigsten Informationen im Überblick.

   Zusatzinformationen:

   Derzeit sind bundesweit rund 340 Zollhundeteams bei den 
Kontrolleinheiten an den Flughäfen, im mobilen Einsatz bei den 
Kontrolleinheiten Verkehrswege oder den Kontrolleinheiten Grenznaher 
Raum im aktiven Einsatz. Zollhund und Zollhundeführer/in sind Partner
und bleiben ein Leben lang zusammen (dienstlich und privat).

   Die Ausbildung der Zollhunde erfolgt seit 1958 zentral an den zwei
von der WZO zertifizierten Zollhundeschulen in Bleckede und 
Neuendettelsau.



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Generalzolldirektion
Pressestelle
Stefan Kirsch
Telefon: 0228/303 11611
pressestelle.gzd@zoll.bund.de

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