Android Handys sicherer machen


In letzter Zeit gab es immer mehr Pressemeldungen bezüglich der etwas mauen Sicherheitsstandards bei Googles Smartphone Betriebssystem Android. Es ist die Rede von Apps, die persönliche Daten an Server im Internet schicken, schädlichen Codes und unnötigen Berechtigungen. Dies rührt teilweise aus den, im Vergleich zum Mitbewerber Apple, schlappen Sicherheitsbestimmungen für die Aufnahme einer Anwendung in den Marktplatz her. Doch wie kann man dem Wirrwarr Herr werden?

Um Android Smartphones unter seine Kontrolle zu bringen, ist ein Root Zugriff erforderlich, damit man Vollzugriff auf Systemdateien bekommt, die besagte Funktionen steuern. Ist das Handy einmal „rooted“, können spezielle Apps installiert werden, die Ihnen eine Übersicht über die Gesprächigkeit der installierten Apps aufzeigen. Mit der App DroidWall z.B. lassen sich Rechte und Kommunikation installierter Anwendungen steuern und sogar beschneiden. Diese Firewall basiert auf der IPtables Linux Firewall und schirmt Ihr Handy zuverlässig vor ungewollten Zugriffen ab. Andere Anwendungen lassen Sie sogar ganze Module (z.B. UMTS oder WLAN) ausschalten um Kommunikation mit der Außenwelt zu unterbinden und um Strom zu sparen. Sollten Sie im Besitz eines älteren Modells sein, für das keine offiziellen Firmwareaktualisierungen mehr angeboten werden, hilft der root noch mehr: Findige Programmierer modifizieren „Standardfirmwares“ so, dass Sie sie auch auf einem alten Android Smartphone installiert werden können. Jedoch sollten Sie sich als totaler Leihe nicht an den root Ihres Handys heranwagen. Es kann passieren, dass ihr Handy „brickt“, was soviel bedeutet wie ein Totalausfall des Geräts. Sollten Sie, oder ein Freund, jedoch technisch versiert sein, ist ein root auf jeden Fall empfehlenswert: Mehr Kontrolle, mehr Funktionen und höhere Sicherheit.