Mehr oder weniger Power für den PC

Den PC selbst zusammenstellen

Netzteil, Stromversorgung

(Bildquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)

Im Kreis der Power-Gamer ist es inzwischen fast Standard, den Computer selbst zusammenzustellen. Der Gaming Rechner muss natürlich Topleistung bringen und lange Nutzungszeiten vertragen. Die Komponenten werden entsprechend dem Spiel-Genre zusammengestellt, so dass die CPU, die Sound- und Grafikkarte perfekt für den Anwender ausgesucht und zusammengesetzt werden. Neben diesen primären PC-Komponenten werden Festplatte sowie CD/DVD-Laufwerk sorgfältig ausgesucht. Das Mainboard, die Netzwerkkarte und der Lüfter sollen ebenfalls zum leistungsfähigen Rechner beitragen. Unterschätzt wird aber immer wieder die Rolle des Netzteils, also der Stromversorgung des PCs. Jede der oben genannten PC-Komponenten haben einen bestimmten Stromverbrauch und saugen dementsprechend in der Summe die Power vom Netzteil an.

Die Rolle des PC-Netzteils

Das Netzteil spielt sowohl bei Neueinrichten eines PCs als auch beim Aufrüsten eine Rolle. Besonders wenn der Anwender sein Augenmerk auf die Leistung und den Stromverbrauch legt, kann es je nach Leistung des Stromversorgerbauteils zu Instabilitäten im System oder übermäßigen Verbrauch führen. Der online Handel und die lokalen Fachgeschäfte bieten dem Verbraucher Netzteile mit der Leistung zwischen 350 und 1000 Watt an. Das ist eine relativ große Leistungsspanne und beim Kauf mag der Anwender Unsicherheit verspüren, wenn er das passende Netzteil für seinen neuen PC aussuchen muss.

Komponenten mit hohem Stromverbrauch

Es sind besonders zwei Bauteile, die einen hohen Strombedarf haben: Grafikkarte und Prozessor (CPU). Gaming-PCs sind hauptsächlich mit Hochleistungs-Grafikkarten bestückt, deren Grafikchips einen Verbrauch von über 200 Watt anzeigen. Teilweise befinden sich zwei Chips auf der Grafikkarte oder mehrere Grafikkarten im System, die den Gesamtverbrauch deutlich steigern. Die CPU fällt mit ca. 150 Watt bis zu 200 Watt ins Gewicht.

Stromverbrauch – wie messen?

Der Stromverbrauch bei einem elektronischen Bauteil wird mit dem TDP-Wert bemessen. Die Abkürzung steht für (aus dem Englischen: Thermal Design Power). Chiphersteller weisen diesen Messwert auf den elektronischen Bauteilen aus. In Hinblick auf einen Prozessor wird der Großteil der aufgenommenen elektrischen Energie in Wärme umgewandelt (Taktfrequenz und Kernrolle sind wesentliche Faktoren bei einem Prozessor für den Stromverbrauch.)

Der TDP-Wert kann demnach den Messwert für den Stromverbrauch eines elektronischen Bauteils anzeigen, wenn auch nicht absolut exakt, da der Verbrauch in vielen Fällen unterhalb des TDP-Wertes liegen wird.

Bevor ein User seinen Gaming-PC zusammenstellt, kann er sich vorab über die TDP Werte der einzelnen PC-Komponenten auf den Webseiten des Herstellers informieren. Hat der Anwender den Gesamtwert ermittelt, kann er folglich das Stromnetzteil mit der entsprechenden Watt-Leistung anschaffen.

Zu Berechnung des Strombedarfs, der durch das zukünftige Netzteil gedeckt werden soll, kann ein Netzteil Rechner hergenommen werden. Einen Netzteil-Rechner findest Du z.B. hier.

Ein Netzteil-Rechner ist einfach zu bedienen. Von Vorteil sind Rechner, die unabhängig vom Hersteller einzelner Bauteile, den Strombedarf ermitteln können.

Für die Ermittlung des richtigen Netzteils benötigt ein Netzteil-Rechner folgende Eingaben:

  • Mainboard Sockel (z. B. Sockel, 2011, AM2)
  • Produzent der Grafikkarte (z. B. ATI)
  • Soll der PC übertaktet werden? (Eingabe Ja/Nein)
  • Eingabe der verbauten Komponenten: RAM-Module, SSD, HDD, Lüfter, Optische Laufwerke PCI-Karten wie Soundkarten, TV-Karten etc.

Die effiziente Nutzung des PC-Netzteils wirkt sich vorteilhaft für den Stromverbrauch aus und schont den Geldbeutel.