Windows 8 Home Server einrichten

Windows 8 ist nun einige Monate auf dem Markt und konnte Kritiker wie Endverbraucher weitestgehend überzeugen. Das liegt auch an den breiten Einsatzmöglichkeiten des Betriebssystems. Neben Heim- und Arbeitszwecken kann Windows 8 nämlich auch als Home Server genutzt werden. Wie das geht und was dabei zu beachten ist, soll im Folgenden erläutert werden.

Die Ressourcen ausschöpfen

Ein Server ermöglicht den Zugriff auf Daten und Programme von mehreren PCs gleichzeitig. Über die Anzahl der Nutzer sowie die Kapazitäten entscheidet die zugrundeliegende Hardware, auch Host genannt. Auf den Host wird nämlich die Server-Software gespielt. Er wird damit zum Zentrum aller Operationen, sowohl im Unternehmensnetzwerk als auch im Heimnetzwerk. Letzteres ist auch für Laien relativ einfach einzurichten, beginnend mit der Einrichtung der Speicherplätze. Dabei werden Festplatten zu Pools zusammengefasst; je nach Wichtigkeit der Daten sollten per 2-Wege-Spiegelung auch Duplikate als Backup erstellt werden.

Vorteil von Windows: zahlreiche Erweiterungen möglich

Die moderne und auf Touch-Geräte optimierte Kacheloberfläche von Windows 8 darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass immer noch dieselben Tools und Möglichkeiten vorhanden sind wie in älteren Windows-Versionen. Das gilt allen voran für FTP-Server. Diese sorgen für einen schnellen Datenaustausch innerhalb des Netzwerks und können zudem noch mit Sicherheitszertifikaten versehen werden (etwa SSL). In der heutigen Zeit kommen außerdem die zahlreichen Cloud Services hinzu. Deren Clients müssen lediglich auf dem Heimserver installiert werden. Per Freigabe können in der Folge alle zugriffsberechtigten Rechner ohne Aufwand auf die Cloud-Daten zugreifen. Dies ist aber immer eine Frage des Bedarfs; für Medienzwecke im Netzwerk können auch Streaming-Server installiert werden, die Auswahl ist unbegrenzt. Unternehmen greifen dagegen auf ganz andere Programme zurück.

Immer wieder die Sicherheit

Der Vorteil eines Servers ist zugleich auch sein wunder Punkt. Eine Störung oder ein defekt bringen nämlich meistens die Prozesse aller Beteiligten Rechner zum Stillstand. Um dabei dem Ober-GAU, nämlich dem Totalverlust wichtiger Dateien, Programme und Einstellungen vorzubeugen, sollte auch der Dateiversionsverlauf per Win8-Datenträgerverwaltung genutzt werden. Hier steht die Auswahl der zu sichernden Dateien im Vordergrund, da es wenig Sinn macht, sämtliche vorhandene Dateien kategorisch zu sichern. Vielmehr geht es um Dateien, die stetigen Veränderungen unterworfen sind; beispielsweise dynamische Office-Docs, die regelmäßig von mehreren Usern aufgerufen und verändert werden. Auch bei manuellen Fehlgriffen lassen sich diese nämlich schnell wieder in einen älteren Zustand zurückversetzen; der Verlust wird dadurch minimal.

Das Zentrum sichern – und fertig

Den Abschluss macht die Sicherung des eigentlichen Servers. Die Festplatte bzw. Partition, auf der das System installiert ist, kann mit Windows 8 schnell und unkompliziert gesichert werden. Weitere Optionen wie die Fernwartung sind ebenfalls möglich, aber wie immer eine Frage des Bedarfs. Dasselbe gilt auch für die Hardware. Für einen kleinen Windows 8 Home Server reicht ein halbwegs anständiger PC mit guter Festplattenkapazität und anständig RAM aus; unternehmerische Lösungen benötigen dagegen eher eine professionelle Lösung wie die Server von Lenovo beispielsweise. Die Auswahl aus Tower- und Rack-Servern deckt eine breite Preisspanne ab und spricht somit jedes Budget an.