Wissen aus dem Netz – Vorteile und Grenzen

Wissen aus dem Internet?

(Bildquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)

Nie zuvor war es einfacher an Wissen und Informationen zu gelangen als in der gegenwärtigen Zeit. Vorbei sind die Zeiten, in denen man für jede Information in Lexika nachschlagen, in Bibliotheken gehen und Experten konsultieren musste. Dank des Internets kann jeder in Sekundenbruchteilen selbst zum Fachmann oder zur Fachfrau auf einem bestimmten Gebiet werden.

Auf dem Weg zur Wissensgesellschaft

Frage und Antwort liefert das Internet zu fast jedem Thema. Im Handumdrehen lässt sich googeln, warum die Waschmaschine plötzlich nicht mehr funktioniert, wie man Rotweinflecken aus dem Teppich beseitigen kann oder wie der Präsident der Fidschi-Inseln heißt. Innerhalb von wenigen Sekunden zeigt das Internet eine Vielzahl von Treffern zum Thema an. Egal, ob aus dem Büro, der Universität oder der heimischen Couch – Wissen ist längst zur Massenware geworden. Es ist schnell und einfach für jedermann zugänglich und leistet somit einen wichtigen Beitrag zu mehr Chancengerechtigkeit, denn weder finanzielle Mittel noch Wohnort entscheiden somit darüber, wie viel jemand Wissen kann und darf. Die Gesellschaft wird mehr und mehr zur Informations- und Wissensgesellschaft in einer digitalen Welt.

Dynamische Entwicklungen der Gegenwart

In den vergangenen Jahren lassen sich einige rasante Neuerungen wahrnehmen: Es gibt unzählige Nachschlagewerke, eines der bekanntesten Wikipedia. Daneben haben sich vor allem Foren zu den unterschiedlichsten Themen und online Tutorials zu vielfältigen Fragestellungen etabliert. In fast alle Themen kann man sich, reduziert auf das wesentliche, kurz einführen lassen. Darüber hinaus gibt es längst eine Vielzahl an Wissensdatenbanken sowie diverse Handbücher, die einen nicht länger im Ungewissen lassen.

Der Bildungssektor verlagert sich ins Netz

Das Internet kommt langsam aber sicher auch im Bildungssektor an (siehe dazu www.punkt-akademie.de). Ob an Schulen, Hochschulen oder in Betrieben – Aus-, Fort- und Weiterbildungen erobern längst den digitalen Markt. Beliebte Mittel sind dabei online Seminare, die Videoschulung von Mitarbeitern oder ein innovativer online Workshop. Das Internet macht es möglich, ohne lange Anreise und damit verbundene Kosten neues Wissen zu generieren. Sogar ganze Studiengänge können aus der Distanz absolviert werden. Das Konzept der Fernuni bietet mittlerweile ein breit gefächertes Angebot unterschiedlichster Fachrichtungen an, die per Chat und Online-Plattform unterrichtet werden. Mit einem Fernstudium können auch Berufstätige auf der Karriereleiter weiter nach oben klettern, ohne zurück in Zeiten des WG-Lebens und knapper Finanzen geworfen zu werden.
Die Vorteile sind immens, doch immer wieder wird kritisiert, dass solche Online-Angebote nicht gerade zur Weiterentwicklung der Sozialkompetenzen beitragen, Face-to-Face-Kommunikation ersetzen und somit zur Vereinsamung beitragen. Auch muss immer wieder sorgfältig geprüft werden, ob das Wissen aus seriösen Quellen stammt oder vielleicht unzuverlässig ist. Nicht zuletzt fühlen einige Menschen sich auch schlicht und einfach überfordert, aus dem unbegrenzten Datenpool, der rund um die Uhr zugänglich ist, richtig auszuwählen. Allerdings können diese Nachteile von allen Usern selbst kontrolliert und, wenn gewünscht, leicht verändert werden.