WLAN-Signal zu schwach – 4 sofort anwendbare Tipps um das Signal zu verstärken

WLAN verstärken

(Bildquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)

Fast jeder PC-, Notebook- oder Smartphonenutzer verfügt zuhause über ein WLAN. Die kabellose Datenübertragung hat sich überzeugend etabliert und ist inzwischen für jeden Geldbeutel erschwinglich. Es ist schon sehr bequem, sich flexibel zuhause an jedem Ort aufzuhalten und online zu gehen, Filme zu streamen oder einfach das Home-Office vom Sofa aus zu bedienen.

WLAN-Nutzer wissen aber leider zu gut aus eigener Erfahrung, dass es immer wieder mal Probleme mit der Qualität der Verbindung gibt. Oft sind es örtliche Gegebenheiten, oft aber auch Anwenderfehler bei der Konfiguration des WLAN, wenn die Verbindung zum WLAN-Router oder WLAN-Access-Point nur schwach aufgebaut und langsam wird oder gar zusammenbricht. Im Folgenden sollen vier Tipps gebracht werden, mit denen der User schnell und einfach das Signal verstärken und so reibungslos mit seinen mobilen Endgeräten zuhause online bleiben kann.

Tipp Nummer 1: Die richtige Positionierung des WLAN-Routers

Wände, Möbel, andere Gegenstände und Geräte im Raum, können die Übertragung des WLAN-Signals einschränken. Der WLAN-Router sollte daher an einer hohen Position im Raum fixiert werden. Ausreichend Entfernung zu anderen Geräten, wie kabellosen Telefonen oder Mikrowellen, sollte unbedingt geschaffen werden. Metallische Flächen, wozu auch das Gehäuse des PCs zählt, sollten sich nicht in unmittelbarer Nähe befinden. Den Router in Räumen zu installieren, die durch Decken getrennt sind (bspw. Keller, Dachboden) ist ungünstig. Soll das WLAN-Netz aber raumübergreifend funktionieren empfiehlt sich Tipp 2:

Tipp Nummer 2: Einsatz eines WLAN-Repeaters

Über den Einsatz eines WLAN-Repeaters haben wir bereits auf unserem Blog berichtet. Dennoch sei noch mal drauf hingewiesen, dass es sich hierbei um eine äußerst effektive und gleichzeitig preisgünstige Lösung handelt, besonders für Anwender die ihr WLAN in allen Räumen des Hauses bereitstellen möchten (betrifft auch Firmengebäude). Das kleine Gerät wird einfach in die Steckdose gesteckt und nachdem man die Konfiguration in Bezug auf das Netzwerk vorgenommen hat, geht es in Betrieb. Dabei empfängt das Gerät das WLAN-Signal und gibt es verstärkt weiter. Weitere Infos dazu.

So könnte sich zum Beispiel der WLAN-Router im Keller befinden und über einen WLAN-Repeater im Erdgeschoss auch im 1. Stock das Signal sauber empfangen werden. Das ganze ließe sich problemlos weiterspielen durch zusätzliche Installationen von Repeatern. Gerade Unternehmen, die ihr WLAN-Netzwerk über mehrere Stockwerke betreiben möchten, fungieren die WLAN-Repeater reibungslos als Verbindungsbrücken des Signals. Und wer im Sommer im Garten online sein möchte, kann sich mit dem WLAN-Repeater auch im Außenbereich das Netzwerk zur Verfügung stellen. Die Geräte gibt es in Elektrofachmärkten oder im online Handel.

Tipp Nummer 3: Überprüfung der Konfiguration

Auch wenn sich das Signal ohne Hemmnisse frei entfalten kann, nützt es nichts, wenn der Router falsch konfiguriert ist. Der Verbraucher sollte bedenken, dass der aktuelle WLAN-Standard für die Übertragung 802.11ac ist. Mit diesem Schritt (Vorgänger 802.11b oder 802.11g) werden die Funksignale im 5GHz-Band übertragen. Natürlich muss die Netzwerkkarte am PC oder Notebook entsprechend ausgerüstet sein, um in diesem Frequenzbereich zu arbeiten. Eine Aufrüstung mit einem USB-WLAN-Adapter ist für PCs und Notebooks möglich.

Des Weiteren lässt sich die Signalstärke bei den Routern modifizieren. Diese sollte auf volle Leistung (100%) gesetzt sein. Der Anwender kann die Einstellungen über einen Webbrowser vornehmen, indem er die Weboberfläche des Routers öffnet (zum Beispiel durch Eingabe der IP-Adresse des Routers in die Adresszeile des Browser). Hilfe dazu bekommt der User über die Supportseiten des Herstellers oder natürlich aus dem Handbuch.

Tipp Nummer 4: Ausweitung des WLANs mit Powerline Adapter

Mit dem Powerline Adapter wird ein LAN-Netzwerk über die Stromsteckdose etabliert. Das heißt, die Stromleitungen im Haus dienen als „Netzwerkkabel“.

So kann über das ganze Gebäude eine Netzwerkverbindung ohne weitere spezielle LAN-Kabel eingerichtet werden. Die Adapter werden hierbei jeweils in die Stromsteckdose gesteckt: Auf der einen Seiten wird der Router (per LAN-Kabel oder WLAN) mit dem Adapter an der Stromsteckdose verbunden und an der anderen Stelle im Haus der 2. Adapter an der Stromsteckdose mit dem LAN-Kabel (oder WLAN) zur Netzwerkkarte (oder zum WLAN-Stick) am PC verbunden.

Diese Netzwerkverbindung ist relativ sicher, da die Signale nicht nach außen gelangen, sofern zwischen Adapter an der Steckdose eine LAN-Verbindung (nicht WLAN) zum PC bzw. Router erfolgt.

Wer sich für die Verteilung des Netzwerks über die Stromsteckdose entscheidet braucht keine LAN-Kabel anschaffen oder verlegen. Das Netzwerk über die Stromleitung ist schnell eingerichtet. Nachteil sind die Anschaffungskosten und eine eingeschränkte Reichweite bis ca. 300 Meter.