Die Zahl der Cyberangriffe auf kleine und mittelständige Unternehmen mit Online-Shops wächst. Finanzielle Schäden durch Sicherheitslücken sind nicht ausgeschlossen – vom Imageverlust und Datenlecks ganz zu schweigen. Der Grundpfeiler für Vertrauen und Conversion ist die technische Absicherung des Shops. Absicherung ist in vielen Fällen eine Kombination aus Prävention, Monitoring und Reaktion. Im Folgenden stellen wir Sicherheitstipps für Online-Shops kurz vor.
Warum technische Sicherheit im Online-Shop unverzichtbar ist
Sensible Kundendaten wie Passwörter und Zahlungsdaten müssen beim online Shopping geschützt werden. Dazu sind verpflichtend die gesetzlichen Vorgaben von DSGVO und PCI-DSS einzuhalten. Technische Sicherheit bedeutet weniger Ausfallzeiten und geringere Anfälligkeit für Betriebsstörungen. Eine stabile und sichere Shop-Performance weckt das Vertrauen der Kunden.
Sichere Server- und Hosting-Umgebung
Der erste Schritt in Richtung technischer Sicherheit ist die Wahl eines seriösen Website-Hosting-Anbieters. Regelmäßige Backups (täglich oder mehrfach täglich) sollten automatisiert stattfinden. Ergänzend können Firewall-Systeme und Intrusion Detection genutzt werden. Bedeutend ist auch die Verwendung von aktuellen PHP- und SQL-Versionen.
SSL-/TLS-Verschlüsselung
Für Shop- und Checkout-Bereich ist die HTTPS-Verbindung Pflicht, sollte aber dennoch der Standard sein. Für Google ist die SSL-/TLS-Verschlüsselung ein gutes Signal.
Aktualisierte Shop-Software
Shop-Ware sollte stets mit den regelmäßigen Updates des Shop-Systems versorgt werden (Shopsysteme sind zum Beispiel Shopware, WooCommerce oder Magento). Diese Updates sind essenziell, um Sicherheitslücken zu schließen – das passiert beim Einspielen aktueller Patches.
| Entwicklung eines Sicherheitsprojekts für einen Online-Shop |
| Woche 1: Analyse und Scans → Schwachstellen identifizieren |
| Woche 2: Updates und Optimierungen → Shop, Plugins, Server |
| Woche 3: Sicherheitsarchitektur implementieren → WAF, Backups, Monitoring |
| Woche 4: Tests und Schulung → Penetrationstest, Passwort-Policy, Mitarbeiterschulung |
| Woche 5: Go-live und kontinuierliches Monitoring |
Sichere Passwörter und 2-Faktor-Authentifizierung
Für Admin-Accounts ist die Stärke des Passworts hochwichtig. MFA oder 2FA sollte Pflicht für Mitarbeiter sein. Ein Passwortmanager kann die Sicherheit der Passwörter weiter erhöhen und leichter handhaben.
Schutz vor Brute-Force und Bot-Angriffen
Mit folgenden Maßnahmen können sich Online-Shop-Betreiber vor sogenannten Brute-Force Attacken und Bot-Angriffen schützen:
| Rate-Limiting und Captcha-Mechanismen |
| IP-Blocking nach mehreren Fehlversuchen |
| Monitoring-Tools einrichten |
Web Application Firewall (WAF)
Eine Web Application Firewall schützt die Installation und Datenbank, die für die Shop-Anwendung notwendig sind. Folgende Optionen sind möglich:
| Aktivierung der WAF auch für API-Schnittstellen |
| Schutz vor SQL‑Injection, XSS, CSRF und weiteren Angriffen |
| Cloud-basierte Lösungen (z. B. Cloudflare, Sucuri) |
Regelmäßige Backups und Wiederherstellungsstrategien
Eine der bewährtesten Strategien sich zu schützen, besteht in regelmäßigen Backups der Daten. Das Backup kann dabei mit lokalen Backups, externen Backups oder cloudbasierten Backups kombiniert werden. Sicherheitshalber sollte die Recovery Funktion von Zeit zu Zeit überprüft werden. Die Backup-Historie sollte versionsbasierend strukturiert sein.
Sicherheit bei Zahlungsprozessen
| Nur zertifizierte Payment-Anbieter (z. B. PCI-DSS-konform) |
| Keine Speicherung von Kreditkarten-Daten ohne Rechtsgrundlage |
| Tokenisierung und verschlüsselte Übertragungswege |
Malware-Scans und Sicherheits-Audits
Weitere Sicherheitsmaßnahmen können tägliche automatisierte Scans nach Malware sein. Auch Code könnte einer regelmäßigen Durchsuchung unterliegen, um schadhafte Codes in bestehenden Dateien aufzufinden – das kann auch manuelle Aktionen bedeuten.
Heben wir am Ende noch Folgendes hervor
Einen Webshop sicher zu gestalten ist kein einmaliges Projekt, das an einem bestimmten Punkt abgeschlossen ist. Es ist ein laufender Prozess, der Technik, Schulung und klare Abläufe integriert. Ein guter Schutz stärkt Kundentreue und Umsatz
FAQ
Wie oft sollte ein Online-Shop ein Sicherheitsupdate durchführen?
Sicherheitsupdates sollten regelmäßig und bestenfalls direkt nach der Veröffentlichung durch den Softwarehersteller installiert werden. Ein monatlicher Rhythmus hat sich bewährt bzw. das sofortige Einspielen von sicherheitsbezogenen Patches. Viele Shopsysteme führen eine automatisierte Prüfung auf Updates durch und prüfen gleichzeitig auf Schwachstellen.
Welche Anbieter sollten für Zahlungsprozesse verwendet werden?
Zum Einsatz sollten nur zertifizierte Payment-Anbieter kommen. Zum Beispiel Anbieter, die mit PCI-DSS-Konformität arbeiten. Damit wird ein hoher Sicherheitsstandard beim Zahlungsprozess gefördert.
Wie erfolgt die sichere Übertragung von Zahlungsdaten?
Die sichere Übertragung von Zahlungsdaten wird durch Techniken wie Tokenisierung und verschlüsselte Übertragungswege gewährleistet. Dadurch werden sensible Informationen vor unbefugtem Zugriff geschützt und mehr Sicherheit für Kunden geschaffen.
Ein wichtiger Hinweis noch zum Schluss
Es ist wichtig zu betonen, dass eine absolute Sicherheit nie garantiert werden kann. Die beschriebenen Maßnahmen schaffen lediglich einen sinnvollen Rahmen, um Risiken zu minimieren und den Schutz zu erhöhen. Dennoch sollten Unternehmen und Anwender stets wachsam bleiben und ihre Sicherheitsstrategien kontinuierlich überprüfen und anpassen.
(Bildquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)
