Ständige Verfügbarkeit einer Website ist für viele Webnutzer eine Erwartung. Und Anwender sind gefrustet, wenn Seiten ausfallen und Fehlermeldungen kommen, wie: Diese Webseite ist nicht erreichbar. Diese oder andere Varianten von Fehlermeldungen sind nicht selten. Die Ursachen können beim Nutzer selbst aber auch bei komplexen Serverproblemen liegen. Eine schlechte User-Experience aber führt zu Vertrauensverlust und bringt Nachteile bei der Suchmaschinenoptimierung. Unser Artikel soll die Hintergründe klären, eine schnelle Diagnosemöglichkeit liefern und vor allem eine langfristige Lösung ansprechen.
Grundlagen: Wie eine Webseite überhaupt geladen wird
Das Client-Server-Prinzip funktioniert mit dem Browser (dem Client, dem Anwender), der Anfragen an den Server schickt. Die Antwort des Servers ist eine Inhaltslieferung in Form von HTML, CSS oder Datenbankabfragen.
Die DNS-Auflösung überführt den Domainnamen in eine IP-Adresse, beispielsweise bei asfast-edv.de auf die Serveradresse unseres Providers, der die Website hostet.
Ohne Netzwerkverbindung findet keine Datenübertragung statt. Die Datenübertragung selbst arbeitet mit einem Internetprotokoll: TCP/IP.
HTTP/HTTPS-Kommunikation erfolgt durch Statuscodes, die eine Rückmeldung über den Erfolg oder Fehler beim Abruf eines Seite Auskunft geben.
Typische Fehlermeldungen und ihre Bedeutung
404 Not Found
Diese Fehlermeldung bedeutet, dass die Seite nicht existiert oder verschoben wurde.
403 Forbidden
Hier wirken Berechtigungen und Sicherheitsregeln, die den Zugriff nicht auf eine Seite nicht gestatten.
500 Internal Server Error
Eine Meldung, die anzeigt, dass es am Server eine Störung gibt. Beispielsweise bei den Skripten oder der Konfiguration.
502/503 Fehler
Der Fehler vermittelt eine Überlastung oder Nichtverfügbarkeit des Servers oder Gateways.
Browsermeldungen
- „Webseite nicht erreichbar“ → generischer Verbindungsfehler
- „DNS-Server antwortet nicht“ → Namensauflösung fehlt
Ursachen: Warum Webseiten nicht erreichbar sind
Nutzerseitige Ursachen können eine instabile oder nicht vorhandene Verbindung zum Internet sein. Häufig sind Tippfehler und die URL wird falsch eingeben. Manchmal liegen die Probleme beim Browser, beispielsweise in Verbindung mit Cookies, dem Cache oder Erweiterungen. Anwender, die Sicherheitssoftware beim Surfen im Hintergrund laufen lassen bekommen manche Website nicht zusehen, da die Sicherheitssoftware die Seite blockiert. Eine falsche Systemzeit oder Proxy/VPN-Probleme stellen weitere Ursachen dar.
Netzwerk- und DNS-Probleme entstehen bei falscher Konfiguration oder wenn der DNS-Server nicht erreichbar ist. Ein veralteter Cache oder falsche DNS-Einträge gehören zu den Ursachen genauso wie ISP-Störungen oder Routing-Probleme. Auch hier könnte die Firewall mitmischen und Port-Zugriffe blockieren.
Server- und Hostingprobleme entstehen unter anderem bei Wartungen oder nach kompletten Serverausfällen. Traffic-Spitzen könnten einen Server kurzzeitig überlasten, so dass es zu Problemen beim Aufruf von Websites kommt. In den Rechenzentren könnte die Ursache auch bei Hardwarefehlern liegen. Ressourcenmangel kann zu Problemen in diesem Kontext führen.
Zwei weitere Ursachenbereiche in der Übersicht
| Software- und Konfigurationsfehler | Sicherheits- und externe Einflüsse |
| Fehlerhafte Updates / Deployments | DDoS-Angriffe oder Cyberangriffe |
| Bugs im Code oder CMS (Plugins, Themes) | Abgelaufenes SSL-Zertifikat |
| Datenbankprobleme | Domain abgelaufen oder falsch registriert |
| Falsche Berechtigungen oder Serverkonfiguration | Ausfall externer Dienste (CDN, APIs) |
Technische Analyse: Wie Probleme systematisch erkannt werden
Schritt 1: Prüfen, ob es sich um ein lokales oder globales Problem handelt. Funktioniert der Zugriff auch nicht auf anderen Geräten in anderen Netzen oder öffnet sich die Seite auf einem andere Gerät, beispielsweise auf einem Handy, das über Mobilfunkdaten im Web ist, statt über den Router?
Schritt 2: DNS-Check. Ist die Domain auflösbar?
Schritt 3: Serververbindungen prüfen, idealerweise über Ping bzw. checken ob die Ports (80 bzw. 443) erreichbar sind.
Schritt 4: Fehlercodes analysieren.
Schritt 5: Prüfen der Logs und des Monitoring, um die Ursache auf Client, Netzwerk oder Server einzugrenzen.
Maßnahmen: Was konkret zu tun ist
Sofortmaßnahmen (Quick Fixes)
Zu den schnellen Sofortmaßnahmen gehört die Prüfung der Internetverbindung und dann ein Neustart des Routers. Eine weitere schnelle Maßnahme ist das Leeren des Browser-Caches und erneutes Aufrufen der gewünschten Website. Im Browser kann die Seite neu geladen werden (bspw. einfach per F5-Taste im Chrome). Auch ein Neustart des Browser kann hilfreich sein oder die Website in einem anderen Browser aufrufen. Schnell wird die Situation klar, wenn die Website über das Mobilfunknetz getestet werden kann. Denn damit lässt sich herausfinden, ob es sich um lokales Problem handelt oder nicht.
Technische Lösungen (mittelfristig)
- DNS-Cache leeren / DNS-Server wechseln
- Serverstatus prüfen (Hosting-Anbieter)
- Fehlerlogs analysieren
- SSL-Zertifikat erneuern
Präventive Maßnahmen (langfristig)
Vorbeugend können Uptimes-Checks durchgeführt, sowie Warnmeldungen (Alerting) beobachtet werden. Eine Überlegung wert ist eine skalierbare Infrastruktur wie ein Übergang in eine Cloud oder CDN. Hinter CDN steht Content Delivery Netzwork – also ein Inhaltsauslieferungsnetzwerk. Der Hintergrund dazu sind über ein Netzwerk verteilte zahlreiche Server. Nicht lokal, sondern weltweit verteilt. Die Server speichern Inhalte, bspw. Kopien von Websites, Bilder, Videos und HTML. Damit soll eine stabilere und schnellere Darstellung der Inhalte beim Nutzer ankommen.
Im Vorfeld wichtige Maßnahmen sind die Steuerung von regelmäßigen Backups und Updates. Redundante Systeme und Load-Balancing sind dabei Strategien, die Ausfälle minimieren und die Verfügbarkeit einer Website deutlich erhöhen. Sicherheitsmaßnahmen wie Firewalls und DDoS-Schutz dienen zusätzlich dazu, Angriffe abzuwehren und die Stabilität des laufenden Betriebs zu sichern.
FAQ
Warum ist eine Webseite nur bei mir nicht erreichbar?
Dann liegt die Ursache oft an Ihrer Internetverbindung, am Browser, an falschen DNS-Einstellungen oder an einer Sicherheitssoftware.
Was bedeutet „DNS-Server antwortet nicht“ konkret?
Das bedeutet, dass der Domainname nicht in die passende IP-Adresse übersetzt werden kann und die Website deshalb nicht gefunden wird.
Wie erkenne ich, ob der Fehler beim Server liegt?
Wenn die Website auch auf anderen Geräten und in anderen Netzen nicht erreichbar ist, spricht vieles für ein Problem auf dem Server.
Wie lange dauert es, bis eine Website wieder online ist?
Das hängt von der Ursache ab und kann von wenigen Minuten bis zu mehreren Stunden oder in Einzelfällen noch länger dauern.
Zum Enden halten wir fest:
Viele Probleme und Fehler bei der Anzeige von Websites haben eine klare Ursache. Mit einer kurzen Analyse mit einfachen Mitteln lässt sich schnell differenzieren, ob das Problem beim Anwender liegt oder beim Server. Unternehmen investieren vorzugsweise in Prävention statt auf wiederkehrende technische Eingriffe, die Geld kosten. Letztendlich ist Verfügbarkeit der Faktor, der auch auf die Wettbewerbssituation eines online Unternehmens einwirkt.
(Bildquelle: Pixabay.com – CC0 Public Domain)
